Agiles Projektmanagement

Kolumne 27. Okt. 2020

- Aus der Softwareentwicklung in den Maschinenbau

Große Innovationen entstehen häufig durch die Beobachtung von Phänomenen in der Natur – Stichwort Bionik. Wir Maschinenbauingenieure neigen dazu, komplexe Probleme mit Lösungen aus der Natur zu lösen – wir übertragen also Bestehendes auf neue Probleme und erhalten neue Lösungen.

In der Welt der Technik ist das für uns völlig normal. In den Themen der Organisationsentwicklung haben wir die Vorteile des Übertragens noch nicht komplett erkannt. Wer meine Technikbegeisterung kennt, der weiß, dass mich die Welt der Informatik genau so fasziniert wie die des klassischen Maschinenbaus.

Im Kern haben die Felder viele Gemeinsamkeiten: es geht um das Lösen komplexer Probleme. Die Herangehensweise ist jedoch häufig eine ganz andere. In der Softwareentwicklung sind agile Projektmanagement Methoden schon fast ein üblicher Standard. Gemeinsam mit allen Beteiligten werden Anforderungen in Form von Anwendungsfällen definiert. Aus diesen leiten Ingenieure und Designer optimale Produkte ab, die genau diese Bedarfe abdecken. Die an der Entwicklung beteiligten Personen bewerten darüber hinaus bereits im Voraus die Komplexität einzelner Arbeitspakete und machen das Projekt so steuerbar.

Verstehen Sie mich an dieser Stelle nicht falsch, die Maschinenbaubranche macht sicher auch in Teilen bereits jetzt Gebrauch von diesen Methoden. An der ein oder anderen Stelle begegnet man jedoch auch noch Pflichten- und Lastenheften. Die Übertragung von agilen Methoden kann im Maschinenbau zu mehr Flexibilität und Schnelligkeit führen – und das ist doch genau das, was wir auf der technischen Seite bereits praktizieren.

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